"Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie
einen alten Hut.
Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer,
die nicht mehr gilt.

Früher waren sie Kinder,
dann wurden sie Erwachsene,
aber was sind sie nun?
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt,
ist ein Mensch."


Erich Kästner


Berufsausbildung und Werdegang

Nach der Fachhochschulreife mit Schwerpunkt Sozialkunde absolvierte ich ein freiweilliges soziales Jahr im Bereich Kleinkindbetreuung, um eine gute Grundlage für mein Studium der Erziehungswissenschaften in Erfurt zu bereiten. Im Studium mit Schwerpunkt Allgemeine Sonderpädagogik und Pädagogisch-Psychologische Diagnostik & Intervention legte ich bereits den Fokus auf die systemische Beratung von Familien und die gewaltfreie Kommunikation mit Kindern. Dies ist mehr als 10 Jahre her. In der Zwischenzeit habe ich als pädagogische Fachkraft in einer Kindertagesstätte gearbeitet. Bin zwischen 2014 und 2019 selbst dreimal Mutter geworden und habe nach diversen Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen kindliche Entwicklung und Beratung von Familien-, Eltern und Paaren 2018 mit meiner Kollegin Madlen Ritter (Hebamme) die liebelei Hebammen- und Beratungspraxis eröffnet.

Hier bin ich als freiberufliche Erziehungswissenschaftlerin und Pädagogisch-Psychologische Beraterin in eigener Praxis tätig. Im Mai 2021 beginne ich eine zwejährige Weiterbildung zur systemischen Beraterin.

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Qualitätssicherung

Ich schätze die Meinung anderer Menschen sehr und befnde mich gerne in einem offenen Austausch.

Doch im Kontext einer professionellen Beratung ist es wichtig über fundiertes Fachwissen zu verfügen, Zusammenhänge zu erkennen und auf seinem speziellen Gebiet analytisch vorgehen zu können. Sie buchen eine Beratung und erwarten eine gewisse Expertise. Und um Ihnen diese zu garantieren, halte ich mich durch entsprechende Fort- und Weiterbildungen unter anderem nah an den Themen "Professionel beraten im Kontext Familie und Partnerschaft", "Kindliche Entwicklung & Kinderpsychologie", "Entwicklungsprozesse begleiten" . Ein interdisziplinäres Lernen zur eigenen Weiterentwicklung ist mir sehr wichtig und ich bewahre mir dieses `Werkzeug zur Qualitätssicherung`, seit meinem wissenschaftlichen Studium bei.

 

Sollten wir im Rahmen einer Beratung dabei an meine fachlichen Grenzen stoßen, werde ich mich auch hier in Ihrem Interesse transparent zeigen und gerne mit Ihnen gemeinsam nach Alternativen Wegen und Möglichkeiten schauen.

 

 

Pädagogische Haltung

Der Mensch braucht haltgebende, verlässliche und einschätzbare Beziehungspartner. Unser heutiger Wissenstand um die Wichtigkeit von Bindung und Beziehung ist groß. Daher lebe ich eine bindungs- und beziehungsorientierte Pädagogik - im beruflichen wie privaten Kontext.
Ich beziehe mich im Rahmen meiner Arbeit stets auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Psychologie, Säuglings- und Kleinkindforschung, Bindungsforschung und anderen entsprechenden Human- und Geisteswissenschaften.

Menschen auf neuen Erfahrungswegen begleiten, sie unterstützen ihr Potential zu entfalten - Respektvoll und im Dialog, das kennzeichnet darüber hinaus meine Arbeit aus. Mir ist es wichtig, dass sich Menschen in meiner Gegenwart ernstgenommen, verstanden, sowie gesehen und gehört fühlen. Dies gilt für die Arbeit mit Erwachsenen ebenso wie für die Arbeit mit Kindern.

 

Kindheit ist für mich mehr als eine Phase. Kinder sind Menschen und diese sind immer mit Respekt und gleichwertig zu behandeln. Wenn wir physisch und psychisch gesunde Erwachsene wollen, so müssen wir anfangen Kindern auf Augenhöhe zu begegnen. In einer Familie darf es warm und nah sein. Erwachsene tragen dabei stets die Verantwortung, für das gelingen einer Beziehung.

 

 

Kein Verhalten ohne Grund

Jedem menschlichem Verhalten liegt etwas zu Grunde. Wir sollten es wagen und einen Blick auf die darunter liegenden Gefühle riskieren. Emotionale Bedürfnisse dürfen berücksichtigt und ernstgenommen werden. Kein Kind verweigert ohne Grund die Kooperation mit seinen Eltern, im Kindergarten oder in der Schule. Kein Partner entzieht sich dem anderen ohne dafür Gründe zu haben. Bevor wir das Verhalten unseres Gegenübers persönlich nehmen oder in einen Machtkampf gehen, sollten wir es vorziehen, den anderen verstehen zu wollen. Nur so kann es uns gelingen mit dem anderen Verbunden zu bleiben.

 

 

 

Mitgliedschaften

  • Gesellschaft für seelische Gesundheit in der frühen Kindheit
  • Berufsverband der Erziehungswissenschaftler
  • Bindungs(t)räume e.V. - Verein, der die Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern stärken möchte

Mitwirken und schaffen

2017 - 2019
Pädagogische Erarbeitung und Namensgebung des Konzepts
" THEKLA - Thüringer Eltern Kind Lern- &  

Aktivkurs", 2019 Beendigung der Mitarbeit aus persönlichen Gründen

 

 2018

Mitgründung der liebelei Hebammen- und Beratungspraxis in Gotha

 

2019

Vortrag auf dem Jahrestreffen der Zwergensprache KursleiterInnen in Leipzig

 

2020

Projekt "Bindung(skultur) stärken"